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Für die Anleger des einst von Madoff verwalteten und veruntreuten Fonds hat sich das Warten gelohnt. Rund zwei Drittel des einst eingezahlten Betrages flossen an die Anleger zurück. Es besteht die Hoffnung, dass dies noch nicht alles war. Getrübt wurde die Auszahlung der Insolvenzverwalter jedoch durch einen Steuerabzug, der die Rückflüsse steuerlich als Ertrag qualifizierte. Eigentlich handelte es sich aber doch nur um eine teilweise Rückzahlung des eingezahlten Kapitals,

Mit dem BMF-Schreiben vom 20.12.2018 hat die Finanzverwaltung nun zur steuerlichen Behandlung des in Liquidation befindlichen Madoff-Fonds Stellung bezogen. Bei allen im Privatbestand gehaltenen Anteile bleiben sämtliche Ausschüttungen aus Billigkeitsgründen steuerfrei. Soweit Anleger bereits Steuern bezahlt haben (was regelmäßig über den automatischen Steuereinbehalt der Depotbank im ZUge der Abrechnung der Ausschüttung der Fall gewesen sein dürfte), kann diese über die Steuererklärung zurückverlangt werden, soweit keine Berichtigung der Abrechnung durch die depotführende Bank erfolgt.

Die im Rahmen des seit gut einem Jahr geltenden Investmentsteuergesetzes geregelten Vorabpauschalen sollen für den Herald-Fonds (und weitere betroffene Madoff-Fonds) nicht zum Ansatz kommen.