Home  >  Blogs  >  Marktinformationen  >  Die Mischfonds-Branche muss umdenken
Bewertung:  / 7
SchwachSuper 

Schon lange kritisieren wir die Systematik der Vergleichsgruppen ("Peer Groups"), die Zuordnung einer einheitlichen Benchmark pro Vergleichsgruppe und die darauf basierenden "Studien", die regelmäßig zum Ergebnis kommen, dass aktive Manager ihre Indices nicht schlagen. Welcher Fonds in welche Vergleichsgruppe eingeordnet wird, richtet sich vor allem nach dem maximalen Aktienanteil.

Fonds, bei denen die Flexibilität der Aktienquote im Fokus des Managements steht, werden in die Vergleichsgruppe "Flexible Mischfonds" einsortiert und dann automatisch mit einem Index aus 50% Aktien und 50% Anleihen (je nach Fonds welt- oder europaweit) verglichen. Ein Fonds, der den maximalen Aktienanteil im Prospekt auf 40% begrenzt, gilt als defensiv, während ein Fonds ohne Höchstquote für Aktien im Prospekt, der netto jedoch niemals mehr als 20% Aktienanteil im Portfolio hat, als flexibler Mischfonds gilt.

Oft bemängeln wir auch, dass Journalisten meist nur über den Blick zurück schreiben. Einen mutigen Blick nach vorn machte in diesen Tagen FONDS professionell-Chefredakteur Bernd Mikosch. In einem Online-Kommentar beschreibt er, warum die Investmentbranche bei Mischfonds umdenken muss. Originalzitat: "Was früher richtig war , wäre heute fahrlässig." Wer heute ein Portfolio aus 30% DAX und 70% mit 10-jährigen Bundesanleihen als "konservativ" bezeichnet - so Mikosch weiter - sollte seine Zulassung verlieren. Das gilt im Zweifelsfall natürlich auch für Robo Advisor, die in der Regel einen ETF-Mix hinsichtlich des Aktienanteils an der Risikobereitschaft des Anlegers ausrichten. 

Lesen Sie den kompletten Kommentar von Bernd Mikosch, denn wir halten ihn für richtungsweisend für die nächsten Jahre.